Unter vollen Segeln zu neuen Zielen

Normale Sponsoren sind es gewohnt, ganz vorn in der Loge zu sitzen, wenn sie einen erheblichen Beitrag zum Erfolg eines Events beigetragen haben. Doch die Unterstützer des WELTPOKAL ticken anders: Wenn sie zehntausend Euro geben, dann müssen sie dafür gemeinsam mit den Mitseglern Kartoffeln schälen. Ihr Gegenwert ist das ganz große Gefühl von Freiheit an Bord. Sie sind regelmäßig begeistert!
Wieso? Woher kommt das ungewöhnliche Verhalten? Wenn Sie dies nachfühlen können, dann haben Sie vermutlich schon einmal alles gehabt, was man sich kaufen kann. Sie werden festgestellt haben, dass man sich Glück nicht kaufen kann. Glück ist vielmehr das Unmögliche zur Wahrheit werden zu lassen, das ursprüngliche Ziel hundertmal in Frage zu stellen, weil man selbst die Messlatte zu hoch gelegt hat, und dann dennoch den Gipfel zu erreichen. So müssen sich auch die Bezwinger des Mount Everest fühlen.
Viele der Segler auf dem WELTPOKAL FUTURE SHIP 2020 sind Topmanager, die es gewohnt sind, mit einem Durchsetzungsvermögen „hart wie Stahl" Projekte jeder Größe zu verantworten. An Bord unter 5000 Quadratmeter Segeltuch sind sie von den Emotionen so überwältigt, dass sie verschämt beginnen zu weinen ... nur um kurze Zeit später festzustellen, dass es dem Nachbarn an der Reling genauso geht.
Als Organisator des WELTPOKAL habe ich hunderte Male den Satz gehört, dass jemand keine Zeit hat. Gemeint war jeweils: „Ich bin zu wichtig!" Doch seien wir ehrlich: Wo haben wir noch ungestört Zeit zum Reden. In unserem Club? In der VIP-Loge beim Fußball? Oder gar beim Golfspielen? Wohl kaum, es sei denn man redet sich sein Hobby schön, um es von der Steuer abzusetzen! Ich kenne mehrere Golf-Club-Präsidenten, die den Posten lieber gestern als heute an den Nagel hängen möchten. Der erwartete Businesserfolg hat sich nämlich nicht eingestellt, aber die klugen Ratschläge der ewigen Besserwisser werden immer anzüglicher.
Vor zehn Jahren haben fünf Freunde die private, finanzielle Verantwortung übernommen, um ein Hundertausend-Euro-Event zu stemmen. "Leipzig im Wind" war geboren. Später hießen wir SACHSENSAIL und heute WELTPOKAL. Es war eine kleine Anzahl handverlesener Macher, die alle einen Teil der Arbeit übernommen haben. Wir wollten nicht in einen der üblichen Clubs. Wir wollten gemeinsam unsere Vision leben.
Diese Vision ist zur Realität geworden. 1200 Mitsegler aus der Region, ganz Deutschland und Europa waren dabei. Über 200 Millionen Euro an Projektvolumen haben Ihren Ursprung an Bord von zehn Jahren SACHSENSAIL und WELTPOKAL. Nun ist es an Ihnen, sich selbst die Frage zu beantworten, ob Sie ein typisches Clubmitglied oder ein Visionär sind. Ich glaube: Nur eine Antwort ist der wahre Schlüssel zum Glück!
Ihr Matthias Wagner







